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red. Magazin
Nº 014 Dez 2015

red

 
 

Vortrag: Genderwahn im Bildungsplan?

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Ein historisch angeleiteter zeitdiagnostischer Blick auf die Geschehnisse in Baden-Württemberg (und anderswo). - Vortrag und Diskussion mit Dr. Klemens Ketelhut

Als bekannt wurde, dass die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg im Rahmen einer Neufassung des Bildungsplanes "Sexuelle Vielfalt" zu einem Querschnittsthema machen wollte, führte dies zu einer inzwischen nachgerade hysterischen Auseinandersetzung zwischen "Befürwortern" und "Gegnern". Eine Petition aus dem christlich-konservativen Milieu gegen die Regierungspläne wurde von über 190.000 Menschen befürwortet, zudem entwickelte sich eine kontinuierliche Demonstrationstätigkeit, organisiert von einer Gruppe, die sich ..."Besorgte Eltern" nennt und die in rechtskonservativen Kreise bestens vernetzt ist.

Der Ton auf diesen Versammlungen ist schrill und kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass Angst vor einer angeblichen "Sexualisierung" von Kindern geschürt wird, die mehr oder weniger direkt in der Nähe von sexuellem Missbrauch angesiedelt wird. Es wird zum Kampf gegen "Genderwahn" und "Verschwulung" aufgerufen und es werden verschwörungstheoretisch Untergangsszenarien der sozialen Ordnung beschworen. In seinem Vortrag wird Dr. Klemens Ketelhut kurz die Ereignisse seit dem Bekanntwerden der Regierungspläne zusammenfassen und sie als Grundlage für weitere Überlegungen nehmen: einerseits wird er die geführten Auseinandersetzungen auf die hinter ihnen liegenden Begründungszusammenhänge hin untersuchen und überlegen, worum hier eigentlich gestritten wird. Dazu wird er einige Parallelen zwischen der aktuellen und der Situation Deutschlands am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert ziehen - in dieser Zeit erfasste eine kulturkritische Strömung Teile des Bürgertums, die als Antwort auf als bedrohlich wahrgenommene Modernisierungsprozesse verstanden werden kann. Zudem wird es ihm darum gehen, die Rolle des strategischen Einsatzes eines durch die Regierungspläne angeblich gefährdeten Kindeswohles genauer zu analysieren.


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