Logo der Aidshilfe Halle

<<  April  >>
 M  D  M  D  F  S  S 
       1  2
  3  4  5  6  7  8  9
10111213141516
17181920212223
242526272830


Termine zum Vormerken

Weitere Termine

red. Magazin
Nº 014 Dez 2015

red

 
 

Die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2016: Gemeinsam gegen Ausgrenzung

Zurück

Seit 1988 wird jedes Jahr am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen, um die Öffentlichkeit für das Thema HIV und AIDS zu sensibilisieren, und all denen zu gedenken, die an den Folgen der AIDS-Erkrankung starben.

HIV und AIDS gehören keineswegs der Vergangenheit an. So sind aktuell fast 37 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Jedes Jahr erhöht sich diese Zahl um mehr als 2 Millionen Neuinfektionen. Mit 70% der HIV-Übertragungen findet die große Mehrheit davon auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara statt. Doch auch in Ost-Europa und Zentralasien sind die Neuinfektionszahlen in den letzten Jahren wieder gravierend in die Höhe geschnellt. Nicht einmal die Hälfte der weltweit Betroffenen hat demgegenüber allerdings uneingeschränkten Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. In Deutschland, dem Land mit einer der stabilsten und niedrigsten Neuinfektionsraten in Europa, leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV.

Der Kampf gegen die Infektion kann auch in Zeiten seiner Therapierbarkeit und Chronifizierung demnach noch lang nicht als erfolgreich beendet erklärt werden, wie die zunehmende private, öffentliche und mediale Dethematisierung es hierzulande womöglich vermuten lassen. Darauf, dass das Vorgehen gegen HIV nach wie vor einen unabdingbaren gesellschaftlichen Auftrag darstellt, macht der Welt-AIDS-Tag in diesem Jahr daher zum 29. und sicher nicht zum letzten Mal aufmerksam. Hierzulande finden sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung alljährlich zusammen, um mit einer gemeinsamen Kampagne zum Welt-AIDS-Tag Aufmerksamkeit für die Thematik zu schaffen.

In diesem Jahr steht die Kampagne unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ und fokussiert die Benachteiligung HIV-Positiver. Die zentrale Botschaft der Aktion lautet: „Mit HIV kann man heute leben. Mit Diskriminierung nicht.“ Damit soll verdeutlicht werden, dass  es weniger die gesundheitlichen Folgen der HIV-Infektion sind, die den Betroffenen am meisten Probleme bereiten und den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe erschweren. Vielmehr sind es die beständige Diskriminierung, Benachteiligung und Stigmatisierung, die ihnen das Leben schwer machen und die Lebensqualität, das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden der Betroffenen beeinträchtigen. Denn noch immer kommt es vor, dass Menschen mit HIV moralisch verurteilt werden, die ärztliche Behandlung verweigert wird oder ihr Arbeitsplatz in Gefahr ist, wenn die Diagnose bekannt wird.

Die Ursachen für die Zurückweisung und die Diskriminierung sind häufig in den verbreiteten Vorurteilen über HIV, dem Unwissen über dessen Übertragung und die daraus resultierenden Ängste und der Verunsicherung bezüglich einer Ansteckung zu suchen. Anspruch der Kampagne ist es daher, dazu zu motivieren, aufeinander zuzugehen, frei und unbefangen über Sexualität und HIV zu sprechen und so voneinander zu lernen. Es ist notwendig über die aktuellen Erkenntnisse über HIV zu informieren und deutlich zu machen, wie das Leben mit der Infektion heute ausschaut. Nur dadurch können Menschen erfahren, dass HIV im Beruf und in Alltagssituationen nicht übertragen werden kann und damit eben keine Ansteckungsgefahr besteht. Ja, selbst in der Liebe und Sexualität ist das Risiko einer Übertragung heute ein anderes als noch vor einigen Jahren, denn mittlerweile ist bekannt, dass die erfolgreiche antiretrovirale Therapie von HIV-Positiven die Viruslast im Blut so weit senkt, dass eine Weitergabe selbst bei kondomlosen Sex so gut wie ausgeschlossen ist. Die Kampagne zielt darauf ab, darüber aufzuklären, dass von HIV-positiven Menschen keine Gefahr ausgeht, und so ein diskriminierungsfreies Miteinander zu ermöglichen, in dem wir „positiv zusammen leben“ können.  


Infos: welt-aids-tag.de



Zurück
 
Popular post